Hape Kerkeling, Ralf Möller – Recklinghausen kann Legenden. Zeit aber, dass die neue Generation auf den Billboards steht: Raphael Groß (29).
Seit März sitzt er als Marty McFly für „Zurück in die Zukunft“ im DeLorean. Seine Origin-Story ist Vest in Nahaufnahme: Musikschule Herten, Klavier mit fünf, später Gesang. „Ich weiß immer noch, wie es da riecht und wie die Treppe knarzt.“ Weiter ging’s nicht mit Applaus, sondern Absagen. Die Folkwang riet, lieber „was anderes“ zu machen. Autsch, aber: The first cut is bekanntlich the deepest. Raphael machte: Wien. Uni. Casting. Hauptrolle in „Tanz der Vampire“ – d’uh. Die Erkenntnis: „Du musst an dich glauben, ein anderer tut’s nicht.“ Der Opa, selbst Profi-Violinist, warnte vor den Schattenseiten der Branche. Spoiler: stimmt. Disziplin, Ablehnung, Power-Performance vor 1.000 Leuten. Dazu der Dauerabstand zu den Liebsten. Gleichzeitig gilt: Leidenschaft ist Leidenschaft – machste nix.
Fehlende Kultrolle im Portfolio? Keine. Der Romeo im Musical „& Julia“ war er schon: Shakespeare mit Pop-Update, wie der erste MP3-Player auf Repeat – Hits von Max Martin, dem Mann hinter Britney Spears und den Backstreet Boys. Fazit: „Mehr Kult geht nicht!