Mehr als 200 Fahrten werden täglich von Taxi Nord abgewickelt
Im Rahmen seiner regelmäßigen Unternehmensbesuche hat Bürgermeister Axel Tschersich gemeinsam mit Christian Wißing, dem Abteilungsleiter der Wirtschaftsförderung, Taxi Nord an der Castroper Straße besucht. „Ich habe Wirtschaftsförderung zur Chefsache gemacht. Mir ist wichtig, den direkten Draht zu den Akteurinnen und Akteuren vor Ort zu halten“, betonte Tschersich.
Geschäftsführer Erdal Kurubas und Mitarbeiter Ulusu Ipek stellten das Unternehmen vor, das seinen Standort in den vergangenen Jahren umfassend modernisiert und um eine eigene Kfz-Werkstatt ergänzt hat. Für Taxi Nord sind derzeit 20 Taxis und Krankentransportfahrzeuge im Einsatz, insgesamt beschäftigt das Unternehmen 54 Fahrer*innen, davon 30 in Festanstellung.
Eine der größten Herausforderungen bleibt die Personalsuche: „Es wird zunehmend schwieriger, zuverlässige Fahrerinnen und Fahrer zu finden. Umso wichtiger ist unser eingespieltes Team, auf das wir uns seit Jahren verlassen können“, so Kurubas.
Mehr als 200 Fahrten täglich wickelt Taxi Nord ab, ein Großteil davon im Gesundheitsbereich – etwa zu Arztterminen, in Krankenhäuser oder zur Dialyse. Ergänzt wird das Angebot durch Botenfahrten und Flughafentransfers. „Unsere gewachsene Stammkundschaft ist ein wichtiger Stabilitätsfaktor, gerade in schwierigen Zeiten“, erklärte Ipek. Aktuell belasten vor allem die hohen Kraftstoffpreise das Geschäft.
Kritisch sieht Kurubas zudem die Konkurrenz durch Fahrdienstanbieter wie Uber. Aus seiner Sicht kommt es insbesondere bei Großveranstaltungen immer wieder zu Verstößen gegen geltende Vorschriften. Bürgermeister Tschersich nahm die Hinweise auf und sicherte zu, das Thema zu prüfen.
Zukunftsorientiert zeigt sich das Unternehmen beim Thema Elektromobilität: Auf dem Betriebsgelände sind bereits mehr als 40 Photovoltaik-Module installiert, die erste Wallbox ist in Betrieb. Die Anschaffung von E-Fahrzeugen ist in Vorbereitung.
„Der Austausch vor Ort ist durch nichts zu ersetzen. Ich habe einen guten Einblick in die aktuellen Herausforderungen der Branche bekommen. Wir werden prüfen, wo wir als Stadt unterstützen können“, resümierte Tschersich.